*Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Re: Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Mathias Zille » So 2. Mai 2010, 20:26

Hallo Leute!

Nach einiger Zeit möchte ich hier von ein paar neuen Beobachtungen berichten.

Die Kolonie entwickelt sich zurzeit sehr gut, ich kann mich nicht beklagen. Ich möchte behaupten das es bei meinen Cataglyphis bombycinus noch nie besser lief als jetzt. Es ist eine Menge Brut in allen Stadien vorhanden. Was mich besonders freut ist das die Königin in Regelmäßigen Abständen neue Eier legt und nur vereinzelt mal eine Arbeiterin stirbt. Seit meinem letzten Bericht sind zwei Arbeiterinnen gestorben.

Mein neuer Stand lautet:

1 Königin,
ca. 80 Arbeiterinnen,
ca. 40 normale Puppen,
ca. 10 größere Puppen,
ca. 10 größere Larven,
ca. 20 normale Larven,
ca. 30 kleine Larven,
ca. 20-30 Eier

Es ist natürlich nicht ganz so leicht zu zählen, deswegen habe ich immer nur ca. Angaben gemacht.

Die Kolonie bekommt zurzeit Grillen, Schaben, Fliegen, Maden und hin und wieder mal ein paar kleine Raupen. Alles wird immer sehr gerne Angenommen. Man muss aber darauf achten das die Insekten immer tot in das Becken gelegt werden. Effektiv erjagen können sie nur die kleinen Raupen, ihre Ameisensäure riecht auch nicht so intensiv, weswegen ich davon ausgehe das diese auch nicht so stark ist wie bei anderen Ameisenarten. Wichtig ist auch eine konstante Gabe an Wasser und Zuckerwasser. Sehr schön anzusehen ist es wenn die Tiere Angebotenen Insekten finden, das sie dann die Beute vorne ergreifen und sie diese unter ihrem Körper hängend ins Nest bringen. Das sieht dann den Treiberameisen sehr ähnlich und sieht einfach faszinierend aus. Bei größeren Tieren bringen sie diese aber auch in Gruppen von bis zu zehn Arbeiterinnen ins Nest. Dabei prüfen sie auch immer wieder die Richtung in der der Eingang zum Nest liegt. Hier mal ein Video wie einige Arbeiterinnen eine Grille ins Nest bringen wollen:



Der Nesteingang wird abends öfter mal verschlossen aber nicht immer. Morgens wenn ich das Licht dann anschalte dauert es nicht lange und sie machen den Eingang wieder frei. Dazu mal zwei Bilder, Eingang verschlossen und Eingang offen:

Bild Bild

Jetzt sind auch mal bis zu 15 Arbeiterinnen im Becken am furagieren. Dann sollte man zusehen das man ihnen ein paar Insekten anbieten kann. Wenn man mal zwei Tage kein Zuckerwasser Anbietet sieht das Ganze dann nach kurzer Zeit so aus:



Bild

Nun noch ein paar Impressionen aus dem Nest, zuerst ein Video:



Jetzt ein paar Bilder:

Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Diskussion bitte Hier!

LG, Mathias
Benutzeravatar
Mathias Zille
 
Beiträge: 1785
Bilder: 307
Registriert: Do 7. Jan 2010, 23:37
Wohnort: Verden
Danke gegeben: 729
Danke bekommen: 631 mal in 162 Posts
Blog: Blog lesen (1)

Re: Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Mathias Zille » Mo 16. Aug 2010, 19:21

Hallo Leute!

Der letzte Bericht ist nun schon eine Zeitlang her, darum wollte ich euch gerne wieder von meiner Kolonie Berichten.

Das neue Nest:

Das alte Nest war nun doch etwas klein geworden und die Staubläuse wurden auch schon wieder zu einem Problem. So habe ich nach meinem Ukraine Urlaub ein neues Nest für die Kolonie gebastelt. Die Funktionsweise ist die selbe wie bei meinem Messor arenarius Nest und auch dem alten Nest dieser Kolonie. Zum Aufbau des Nestes gibt es einen Bericht sobald ich wieder mal eins machen muss.

Das Umsetzen:

Ich wollte das Becken für diese Kolonie weiter benutzen aber ich musste sie irgendwie „Zwischenlagern“ damit ich das Becken sauber machen konnte. Ich nahm also eine unserer Salatschüsseln und beschmierte den Rand mit etwas Öl als Ausbruchsschutz. Als Unterschlupf bot ich ihnen zwei „Tick Tac“ Dosen an. Ich sammelte erst einmal alle Ameisen die im Becken liefen auf. Danach öffnete ich das Nest um die restlichen Arbeiterinnen, die Königin und vor allem die Brut umzusetzen. Ich benutze dazu vor allem meine Hände, ich streife dabei vorsichtig mit der Hand über die Kammern. Die aggressiven und erregten Arbeiterinnen attackieren dabei meine Hand und laufen auf dieser. Ich brauche sie dann nur vorsichtig über der Schüssel abschütteln. So kann ich leicht 5-10 Arbeiterinnen auf einmal umsetzen. Die wenigen die mich dabei richtig bissen ließen schnell davon ab und konnten ebenfalls abgeschüttelt werden, nur wenige musste ich von meiner Hand „abziehen“. Das klappt sehr gut, keine Ameise wurde verletzt. Hier dazu zwei Aufnahmen die mein Sohn von meiner Hand machte:

Bild Bild

Danach kippte ich den Inhalt der Kammern in eine weitere Schüssel. Die wenigen Arbeiterinnen die nun noch dabei waren setzte ich noch zu den anderen. Nun begann die Fummel Arbeit, alle Puppen, Larven und Eier aus dem Gewimmel von Staubläusen und dem Sand heraus zu sammeln, am besten ohne auch nur eine einzige Staublaus zu übersehen und eventuell mit in das neue Becken zu schleppen. Das ganze dauerte sehr lange ich glaube 2 Stunden waren es bestimmt. Die Arbeiterinnen brachten die Brut und die Königin in die „Tick Tac“ Dosen und ich machte mich auf um das Becken zu säubern.

Das neue Becken:

Ich reinigte das Becken gründlich mit Scheuermilch und heißem Wasser trocknete es ab und überlegte mir wie ich die Tiere daran hindern könnte ständig das ganze Becken umzupflügen. Ich baute das Nest ein füllte das Becken mit Seramis und fing an den Bodengrund in Form von Kies und Sand aufzufüllen. Da kam mir die Idee, warum nicht den Grund nun mit Gips auffüllen und darüber eine 1cm dicke Sandschicht streuen. Ich nahm also unseren Bastelgips und rührte eine recht flüssige Konsistenz an. Den Eingang verstopfte ich so das dieser nicht mit dem Gips voll laufen konnte. Ich goss den Gips in das Becken und wartete fünf Minuten ich entfernte den Stopfen vom Eingang und füllte das Becken mit Sand auf, etwa 1 cm hoch.

Der Umzug:

Nun war es an der Zeit die Tiere in ihr neues Becken zu setzen. Ich nahm also die zwei „Tick Tac“ Dosen und legte sie in das neue Becken, die restlichen Arbeiterinnen setzte ich dazu und so war die Aufregung erst einmal recht groß. Der Eingang zum Nest war natürlich schnell gefunden und die ersten Arbeiterinnen begannen mit dem Umzug. Die Lampe im Becken brannte die ganze Zeit, so waren sie sehr aktiv und vor allem schnell, der ganze Umzug dauerte keine Stunde. Im ganzen Becken versuchten die Arbeiterinnen zu graben, dank meines Einfalls mit dem Gips war ihnen das aber nur begrenzt Möglich!

Haltungsbericht:

Einen kleinen Makel hatte das neue Nest leider, ich konnte diesen aber nicht mehr ändern. Es geht um den Eingang, dieser ist sehr gerade nach unten und dies ist für diese Art nicht besonders gut. Diese Cataglyphis schließen abends ihren Nesteingang für gewöhnlich. Das war aber mit diesem Eingang nicht möglich. So nahm ich ein wenig Sand und mischte ihn mit Lehm und Wasser. Diese Mischung legte ich auf den Nesteingang und befeuchtete ihn Zusätzlich noch mit der Sprühflasche.
Heute machte ich das ganz noch einmal diesmal aber mit noch mehr Lehm weil dass das alte Gemisch doch recht leicht zusammen brach. Nun haben die Cataglyphis einen richtig guten Eingang gegraben der Hoffentlich hält und seinen Zweck erfüllt. Dazu gibt es von mir ein kleines Video:



Wie ihr auf dem Video auch erkennen könnt sind sie ganz gierig nach Zuckerwasser, alle paar Wochen mische ich das Zuckerwasser noch mit Honig. Dann muss man aber aufpassen da das bei der wärme schnell anfängt zu vergammeln. Den Protein bedarf decke ich mit Fliegenmaden, Schaben, Fliegen und kleinen Mehlwürmern. Alles wird sehr gut angenommen und so ist meine Kolonie nun ordentlich gewachsen. Hier mein neuer Stand:

1 Königin,
ca. 200 Arbeiterinnen,
ca. 70 normale Puppen,
ca. 10 größere Puppen,
ca. 10 größere Larven,
ca. 40 normale Larven,
ca. 40 kleine Larven,
ca. 50 Eier


Ich beobachte nun das die Arbeiterinnen langsam immer größer werden, einige haben auch schon größere Mandibeln. Einen richtigen Soldat habe ich aber noch nicht. Dazu ist meine Kolonie wohl auch noch etwas zu klein. Ich warte weiter gespannt wie sich das Ganze entwickelt.

Ein kleines Fazit über diese Art möchte ich mir an dieser Stelle erlauben:
Cataglyphis bombycinus sind mit die schönsten Ameisen die ich je gehalten habe, wenn nicht sogar die schönsten. Auch wenn die Haltung anfangs sehr holprig war denke ich das man sie definitiv gut und lange halten kann. Es sind eben ganz besondere Tiere mit ganz besonderen Bedürfnissen. Wenn man diese erfüllen kann ist die Haltung quasi ein Selbstläufer (wie bei vielen Arten). Ich kann also nur jedem raten der die Möglichkeit hat diese Tiere zu halten, MACHT ES!

Das soll es dann nun wieder gewesen sein, ich hoffe euch hat der Bericht gefallen!

Diskussion bitte Hier!

LG, Mathias
Benutzeravatar
Mathias Zille
 
Beiträge: 1785
Bilder: 307
Registriert: Do 7. Jan 2010, 23:37
Wohnort: Verden
Danke gegeben: 729
Danke bekommen: 631 mal in 162 Posts
Blog: Blog lesen (1)

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Mi 8. Dez 2010, 18:46

Hallo, liebe Leute!

Nach gut anderthalb Jahren ist die bombycinus-Kolonie nun wieder bei mir. Mathias hat die Tiere beim letzten Treffen mitgebracht, er hat im Moment leider wenig Zeit und so hat er einige Tiere an Vereinsmitglieder ab- bzw. weitergegeben.
Hier an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank, Mathias, für die Pflege und den hervorragenden Zustand der Kolonie. Natürlich bekommst Du wieder eine solche Kolonie von mir, wenn bei Dir im Frühjahr alles bereit ist.
Am Telefon kündigte Mathias mir an, es würden etwa 200 Ameisen in der Kolonie leben, ich habe eher den Eindruck, dass es doppelt so viele sind.

Eine tolle Sache, diese wunderschönen Ameisen wieder hier zu haben..;). Ohne Übertreibung kann man wohl sagen, dass diese Art zu den wohl schönsten und auffallendsten Ameisen gehört. Färbung, Schimmer und Pubescens sind einzigartig, nichteinmal nur bei den Ameisen. Einzigartig ist ebenfalls, zumindest für die nähere Verwandschaft, dass diese Art eine echte Soldatenkaste ohne fliessende Übergänge zu den polymorphen Arbeiterinnenkasten hervorbringt.

Natürlich musste nun einiges hier geändert werden, ganz klar, dass diese Cataglyphis bombycinus das grösste und hellste Terrarium erhalten mussten. Gestern war es dann soweit und die Kolonie zog in ihr neues Nest ein. Das Becken ist noch sparsam und karg eingerichtet, da wird sich noch einiges ändern. Zwar kommt die spartanische Einrichtung den Bedingungen erstmal recht nahe, unter denen die Art im Freiland lebt, jedoch überlege ich, einige Pflanzen zu setzen, es sollen im terrarium ja weitere Arten leben können.
Immer wieder faszinierend für mich, wie rasend schnell sich die Cataglyphis organisieren, das obwohl sie nur sehr zurückhaltend und sparsam spuren und Wegmarken mit Pheromonen nur in unmittelbarer Nähe des Nesteingangs setzen. Der Umzug war bereits nach einer halben Stunde bewältigt.

Die Kolonie ist nun bereits in Frühjahrsstimmung, ständig wuseln die Arbeiterinnen mit hoher Geschwindigkeit über den Sand und suchen nach Fressbaren. Heut wurden zwei Grillen verspeist und zahlreiche Drosophila. In wenigen Tagen werden erste Eipakete auftauchen und ich kann mir vorstellen, dass die Kolonie mit der ersten Generation der neuen Saison Geschlechtstiere aufzieht.

Anschliessend einige Fotos der Tiere. Ich bitte um Verständnis, aber es ist schwierig, die ständig flitzenden Ameisen in Action zu fotografieren. Am Licht muss ich noch etwas arbeiten, das Spektrum lässt die Tiere noch nicht ganz so silbrig erscheinen, wie sie im Freiland bei Sonnenlicht erscheinen. Ich denke, ich muss noch eine Lampe mit stärkeren UV-Anteil installieren, das ist es mir aber wert..:)

Bild

Gegenseitige Fütterung.

Bild

Am Zucker, Begegnung mit Leptothorax. Ausserdem eine Arbeiterin beim Graben. Letztlich eine Arbeiterin beim Schleppen eines Steinchens.

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Di 14. Dez 2010, 19:50

Hallo, Ameisenfreunde.

Seit einigen Tagen gibt es erste Eipakete im Nest. Jetzt werden die Eier bereits in lockeren Haufen gepflegt, ein Indiz dafür, dass der Schlupf der jungen Larven bereits bevorsteht. Es sind jetzt schon etliche Arbeiterinnen im Terrarium unterwegs und auf Nahrungssuche, schlüpfen erstmal die Larven, wird die Aktivität weiter zunehmen.
Das Terrarium ist einen Meter lang, so können die Arbeiterinnen wenigstens ansatzweise Strecken laufen. Kein Terrarium der Welt aber kann dieser Art gerecht werden, Ameisen dieser Art legen im Freiland in kürzester Zeit Strecken von bis zu hundert Metern zurück. Die Ameisen fliegen dabei regelrecht über den heissen Sand, immer wieder alle paar Meter innehaltend und sich drehend, aufmerksam die Umgebung musternd. Wir sind oft den Arbeiterinnen im Freiland gefolgt, die Geschwindigkeit, mit der sich die Tiere bewegen, entspricht etwa der eines langsam gehenden Fussgängers. Besonders beutebeladene, heimkehrende Arbeiterinnen flitzen dabei fast unentwegt und ohne längere Pausen über weite Strecken, immer das Ziel vor Augen und ohne geringste navigatorische Probleme durch die eintönigen Sandflächen mit nur wenigen optischen Feldmarken. Das ist für ein so winziges Insekt eine fantastische Leistung und atemberaubend schnell.
In den sandigen Dünen sind die absolut unauffälligen Nester dieser Art relativ schwer zu finden und nicht häufig.
Das mag an den ungewöhnlich grossen Aktionsradius liegen, den Kolonien der Art haben und in den kargen, nahrungsarmen Flächen auch brauchen. So wird es eine indirekte Konkurrenz geben, die das Aufkommen junger Völker in der Nachbarschaft grosser, aktiver Kolonien verhindert. Wir vermuten, dass diese Konkurrenz indirekt ist, denn wir haben nie Auseinandersetzungen zwischen Arbeiterinnen oder gar Nestern verschiedener Völker der Art beobachtet, obwohl sich die Tiere natürlich trotz der weit auseinanderliegenden Nester begegnen.
Das aber ist typisch für alle Cataglyphis. Auch andere Arten, deren Nester in grösserer Dichte anzutreffen sind, führen nie Kriege oder haben untereinander grössere Auseinandersetzungen, wie es sie beispielsweise bei Tetramorium gibt.
Das ist eigentlich erstaunlich, denn viele Arten, besonders die erfahrenen Arbeiterinnen der grossen bicolor-Arten sind gute und agressive Jäger und erfolgreiche Beutegreifer.

Hier mal Bilder der kommenden Generation..:)

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » So 19. Dez 2010, 19:01

Ein paar Fotos des Terrariums. Ich habe etwas am Licht gebastelt und nun bin ich erstmal zufrieden. Zusätzlich zur HQL-Beleuchtung habe ich eine Philips Daylight-Energiesparlampe ins Terrarium reingebastelt. Diese Lampe zieht nun zusätzliche 23 Watt, bringt zusätzlich 1450 Lumen und soll lt. Hersteller eine herkömmliche 120 Watt Glühlampe ersetzen.
In jedem Fall ist es nun noch etwas heller am Boden des Terrariums und die zusätzliche Lampe beheizt das Terrarium zusätzlich. Die Aktivität der Arbeiterinnen hat nochmal deutlich zugenommen, ständig flitzen die Ameisen durch das Terrarium über den nun etwas wärmeren Sandboden.
Auf den Fotos ist zu erkennen, dass ich in einer Ecke des Beckens eine Kunststoffschale im Sand versenkt habe, die mit Kieseln gefüllt ist und als Pflanzschale dient. Das ist zwar nicht sehr schön, denn der Rand der Schale ist halt noch erkennbar, jedoch ist es recht zweckmässig, die Ameisen versorgen sich hier mit Trinkwasser und es können einige Pflanzen angesiedelt werden.

In Nestnähe.
Bild Bild

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Sa 15. Jan 2011, 18:12

Bei meinen Tunesiern ist soweit alles in Ordnung, es herscht weder Ausnahmezustand noch ist die Regierung geflohen oder abgesetzt. Eher scheint das Völkchen in positiver Stimmung zu sein, Umsturzaktivitäten oder
Symptome des Zerfall des Staatswesens sind nicht erkennbar..:)
Im Gegenteil. Endlich sah ich ältere Larven im Nest. Die hatte ich in dieser Grösse und diesen Entwicklungsstand eigentlich schon viel früher erwartet, aber lieber spät als nie. Auffallend war in den letzten Tagen, dass die Arbeiterinnen aufgeregter im Terrarium umherliefen als früher. Heute gab es einige Schokoschaben, die eiligst abgeführt und dem Verzehr zugeführt wurden..;) Dank an dieser Stelle an Mathias, der mir die mitbrachte, die Schokoschaben werden sehr gern genommen.

Ich hab heut nachmittag mal den Nebler eingeschalten und das Geschehen fotografiert. der Nebler läuft normalerweise am Abend ein halbe Stunde und am Morgen eine Viertelstunde. Das sich niederschlagende Kondenswasser wird dann morgens nach Sonnenaufgang von den Ameisen gesammelt und das genügt ihnen als Wasserversorgung. Vorteil dieser Art der Wasserversorgung, der Sandboden bleibt trocken und es wird kaum gegraben.

Nebel in der Wüste. Blick in die teifhängende Wolkendecke, übles Wetter, aber natürlich schön warm..:o

Bild

Leichter Bodennebel. Man ist etwas verwirrt, solches Wetter an Nachmittag, wo sonst doch nur die Sonne scheint?

Bild Bild Bild

Blicke in die Kinderstube. Junge Larven.

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Sa 5. Feb 2011, 15:30

Hallo Ameisenfreunde,

die Cataglyphis bombycinus ziehen nun ordentlich Nachkommen auf. Leider keine Geschlechtstiere, wie ich gehofft hatte, aber immerhin Arbeiterinnen. Ich füttere Wachsmaden, mittlelgrosse Steppengrillen und Schaben. Davon jeden Tag einiges, alles wird nun eingetragen und verwertet.
Puppen und junge Larven werden in den obersten, warmen und trockenen Nestkammern gepflegt, ältere Larven werden in den tieferen Nestkammern aufbewahrt und gefüttert. Hier ist es kühler und auch feuchter. Auch die Königin hält sich fast ständig in den oberen, wärmeren Bereichen auf. Leider haben die Ameisen die Glasscheiben etwas verschmutzt, so dass das Fotografieren schwierig ist.
Alles in allem geht es der Kolonie sehr gut, die Tiere sind quietschfidel und werden am Morgen aktiv, sobald das Licht angeht. Ständig besuchen Arbeiterinnen die Zuckertränke. Die Wasserversorgung wird ja über den Nebler gewährleistet, der sich jeden Abend und jeden Morgen einschaltet, am Morgen wird dann das Kondenswasser an den Glasscheiben des Terrariums von den Arbeiterinnen gesammelt. Diese Bedingungen, besonders bei der Wasserversorgung dürften denen ähneln, die diese Ameisen im Freiland haben.
Wenn ich mich an das Terrarium setze und den Ameisen bei ihrem Treiben zusehe, bin ich immer wieder begeistert von ihnen. Es sind erstaunlich schöne Ameisen, metallisch schimmernd und blitzschnell. Leider haben die Ameisen bis jetzt keinen Soldaten aufgezogen, aber ich bin guter Dinge, dass dies bald geschehen wird.

Jetzt mal einige aktuelle Fotos vom Innenleben des Nestes. Auf einem ist die Königin zu sehen :love: .

Bild Bild Bild
Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Mi 16. Feb 2011, 17:22

Die bombycinus sind nun richtig in Fahrt und eigentlich ständig hungrig. Eigentlich sind speziell diese Ameisen eher Sammler von toten Insekten in der Wüste als aktive Jäger. Bestenfalls erjagen sie winzige Insekten. Im Freiland durcheilen diese Ameisen riesige Gebiete mit traumwandlerischer Sicherheit, ohne Spuren oder Duftstrassen orientieren sich diese Ameisen allein optisch in grösserer Nestentfernung. Beobachtet man ein Nest dieser Ameise im Freiland, wird man in kurzen Abständen heimkehrende Arbeiterinnen beobachten können, die mit allem möglichen toten Insekten oder Spinnchen oder Teilen von denen beladen heimkehren. Immer in rasanter Geschwindigkeit.
In der Haltung lässt sich das natürlich nicht nachstellen.
In ausreichend grossen Terrarien aber können auch diese Ameisen ihren Bewegungsdrang ausleben, wichtig neben etwas Platz für raumgreifende "Sprints" sind Wärme und helles Licht.
Natürlich "brauchen" diese Wüstenameisen keineswegs die lebensfeindlichen Umstände, denen sie in ihrer Heimat ausgesetzt sind; ihre Kolonien gedeihen sich bei guter Versorgung auch im Terrarium. Das lässt sich bei wohl allen Cataglyphis-Arten feststellen, die ja oft im Freiland an besonders harte Bedingungen in ihren Biotopen angepasst sind.
Ein Ergebnis an die Lebensweise der Arten an ungünstige Verhältnisse in den Wüsten- oder Steppenbiotopen des Freilandes, die ja manchmal so ungünstig sind, dass die Arten wie bombycinus fast konkurrenzlos hier leben, ist die ausserordentliche Anpassungsfähigkeit der Arten. Diese Ameisen sind nicht nur an die extremen Klimaverhältnsse angepasst, sie sind zudem individuell lernfähig und vermögen so, immer neue sich bietende Nahrungsquellen zu nutzen.
Hier Bilder von sich abmühenden bombycinus an einer Schabe. Ein solches Beutetier käme im Freiland überhaupt nicht in Frage, würde nicht einmal beachtet. Zu gross wäre der Aufwand, der für die Jagd, die Festsetzung und gemeinschaftliche Überwältigung solcher Beute betrieben werden müsste. Im Terrarium ist das natürlich anders, die ansonsten einzelnjagenden Tiere unterstützen sich gegenseitig und bewältigen gemeinsam solche Beute.

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Di 1. Mär 2011, 18:17

Einiges hat sich nun geändert. Das Terrarium habe ich auf den Rücken gelegt, nun hat es eine recht ordentlich Grundfläche, die für diese bodenlebenden Öberflächenjäger natürlich wichtiger ist als die Höhe des Lebensraumes. Nun ist also einfach viel mehr Platz.
Ich habe auf jede Bepflanzung verzichtet, lediglich Äste und Sand strukturieren den Raum. Wasser wird nun in einer Reagenzglastränke angeboten, ebenso Zucker.

Es ist immer wieder eine grosse Freude, zu beobachten, wie schnell sich die Kolonien der Cataglyphis nach Störungen organisieren. Dabei tun sie es ja nicht einmal mit ausgedehnten Duftspuren, die bei vielen anderen Ameisen ja eine wirksame Hilfe zur Massenrekrutierung sind. Gespurt wird bei den Cataglyphis ausschliesslich in der Nähe des Nesteingangs, wohl zur Markierung des Reviers der Kolonie und als Navigantionshilfe in unmittelbarer Nestumgebung.
Obwohl diese Arten also auf das weitläufige Spuren und den damit zusammenhängenden Duftstrassen verzichten (müssen), gelingt ihnen ausserordentlich schnell der massenhafte Umzug der Kolonie. Alle Ameisen, die das Gebiet noch nicht kennen, werden getragen. Möglicherweise beobachten und registrieren die getragenen Tiere bereits das Gelände, durch das sie getragen werden und kennen es so, wenn sie am Zielort abgesetzt werden. Mir zumindest erschien es so, denn alle Ameisen, die am Umzug beteiligt waren, schienen genau zu wissen, in welcher Richtung sie zu laufen hatten, wenn sie das neue Nest in Richtung des provisorischen Aufenthalts der Kolonie verliessen.
Nicht zuletzt werden schnelle Umzüge natürlich auch einfach dadurch erreicht, dass sicht die Tiere sehr schnell bewegen und alles in grosser Eile erledigen.

Nun ist wieder etwas Ruhe eingekehrt, die Kolonie bewohnt jetzt das neue Nest. Vor dem Nest halten sich noch einige Arbeiterinnen auf, die Sand bewegen oder aufmerksam die Umgebung beobachten. Offenbar traut man dem Frieden noch nicht nach all den Stress. Im Terrarium flitzen noch immer Trägerinnen herum, auf der Suche nach letzten Kameradinnen, die sich noch nicht wirklich auskennen. Dabei wird jede andere Arbeiterin, der man begegnet, befühlert und es erfolgt kurze Kommunikation und "Passkontrolle". Nun ist es wohl davon abhängig, ob diese Arbeiterin offenbart, dass sie getragen werden möchte, weil sie das Geälände nicht kennt. Tut sie das nicht, weil sie vllt. selbst eine suchende Trägerin ist, flitzt die Trägerin weiter und sucht nach anderen Kolonieangehörigen, die sich als noch ortsunkundig zu erkennen geben.

Einige Fotos, die ersten von Arbeiterinnen vor dem Nesteingang.

Bild Bild Bild

Jetzt noch ein paar Bilder des Lebensraumes. Sie sind nicht sehr scharf, die Fotos entstanden nicht im Makromodus. Sie zeigen aber, dass die Ameisen nun etwas mehr Platz haben und ganz ordentlich flitzen können..:)
Ich lade einfach mal alle Fotos hoch, weil ich jetzt nicht mehr sehen kann, welche gut sind und welche weniger gut sind.

Bild Bild Bild
Bild Bild Bild
Bild Bild Bild

Einblicke ins Nest folgen in den nächsten Tagen.

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

Re: *Cataglyphis bombycinus sinaiticus - Haltungsbericht

Beitragvon Frank Mattheis » Sa 12. Mär 2011, 18:07

Es läuft zwar ganz gut bei den bombycinus, aber doch noch längst nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Die Kolonie hat ständig Brut, es schlüpfen ständig junge Arbeiterinnen, jedoch könnte es von allem etwas mehr sein..;) Dabei leidet die Kolonie natürlich keinen Nahrungsmangel, von allem hat sie im Überfluss.
Diese Art ist schwieriger als alle anderen Cataglyphis-Arten zu halten. Sie braucht Platz, Licht und, wohl vor allem, Wärme. Seit einiger Zeit denke ich über meine Erfahrungen mit der Art im tunesischen Freiland nach und zermartere mir das Gehirn, woran es wohl liegen kann, dass die freilebenden Kolonien im tuesischen Frühjahr und Frühsommer geradezu explodieren, während diese Kolonie trotz guter Pflege zwar gut gedeiht, jedoch eben nicht gerade explodiert.

Alles, was die Kolonie zu brauchen scheint, steht ihr zur Genüge zur Verfügung. Von allem eigentlich viel mehr als es den freilebenden "Kollegen" zur Verfügung steht. Das Terrarium hat Innentemperaturen um 26 Grad, im Nest ist es noch wärmer, Wasser und Zucker steht zur Verfügung ebenso wie tierisches Eiweiss.
Und doch, vllt. genügt es nicht, was ich den Tieren an Wärme zur Verfügung stelle? Im Freiland sieht man diese Ameisen erst in grossen Scharen auslaufen, wenn der Boden sich stärker erwärmt. Zwar sind auch im Winterhalbjahr bei mässigen Temperaturen immer wieder einzelne Arbeiterinnen unterwegs, jedoch ist dies kein Vergleich zu der Aktivität, die solch eine Kolonie entfaltet, wenn es warm, ja heiss am Boden wird und die Temperaturen am Boden auf über 40 Grad steigen. Hierzu gibt es sehr interessante Untersuchungen von Prof. Wehner, der die Temperaturen genauer gemessen hat und die erhöhte Aktivität der Cataglyphis bombycinus bei extremen Temperaturen an der Bodenoberfläche u.a. damit erklärt, dass es sich hier um eine Anpassung an Fressfeinde handelt. Diese können die hohen Temperaturen am Boden gerade nicht mehr ertragen, bei denen bombycinus seine grösste Aktivität entfaltet. Die enorme Hitzeresistenz von bombycinus (...und anderen Cataglyphis) könnte sich also im Wettbewerb mit Fressfeinden, kleinen ameisenfressenden Reptilien, als Ausweichverhalten entwickelt haben.

Also ein Gewinn für diese Ameisen, sie haben nicht nur eine fast ameisenfreie Nische erobert, in der sie es kaum mit Nahrungskonkurrenten zu tun haben, die ihnen die ohnehin äusserst knappen Ressourcen streitig machen können, sie haben zudem Anpassungen entwickelt, die es Fressfeinden schwer machen, ihnen nachzustellen. Aber jede Medaille hat zwei Seiten.
Offenbar haben nun gerade die bombycinus ihre Anpassung soweit getrieben, dass sie diese hohen Temperaturen zu brauchen scheinen. Sie sind da nicht die einzigen in der Verwandschaft, die sich extremen Lebensräumen angepasst haben, auf Cataglyphis fortis, der salzliebenden Ameise wurde schon hingewiesen.
Möglicherweise werden die auslaufenden Tiere bei bombycinus erst dann wirklich stimuliert, wenn die Hitze am Boden im "Freien" ihnen sommerliche Werte suggeriert. Wenn dem so ist, werden diese stimulierten Tiere bei der Heimkehr ins Nest spezielle Informationen weitergeben, die die im Nest verbliebenen Tieren auffordern, nun verstärkt Brut aufzuziehen, weil der heisse Frühsommer und Sommer da ist und damit eine Zeit angebrochen ist, in der es ausreichend Nahrung gibt.

Was also könnte das für die haltung der Art bedeuten? Wie kann man versuchen, solche Bedingungen nachzustellen? Dass es nötig zu sein scheint, macht das mässige Gedeihen der wenigen Kolonien dieser Art klar, die es bisher in der Haltung gab. Zwar wurde (...und wird) immer Brut aufgezogen, nie erreicht das jedoch die Ausmasse, die man von anderen, weniger hochspezialisierten Cataglyphis-Arten kennt. Im Vergleich zur Produktivität einer nodus- oder bicolor-Kolonie ist die bisher erreichte Brutaufzucht bei bombycinus gering, das Gedeihen solcher Kolonien eher ein Dahindümpeln.
Das muss nicht so sein, das zeigen wie gesagt Freilandkolonien. Sie sind oft recht gross, mit mindestens etwa tausend Individuen und mit grossen Brutmengen.

Diese Dinge gingen mir heute morgen durch den Kopf und inspiriert durch die Untersuchungen von Prof. Wehner wurde mir bald klar, dass ich irgendwie, wenigstens punktuell für einen stark erwärmten Boden im Terrarium sorgen sollte. Ich hatte noch einen alten Heizstein und habe den mal im Terrarium reingebastelt. Den Versuch ist es wert, dacht ich mir.
Der Effekt war erstmal erstaunlich, die auslaufenden Arbeiterinnen, die zuvor auf den mässig warmen Sandboden ( am vormittag erst ca. 23 Grad) umher liefen, fanden schnell den Heizstein, dessen Oberflächentemperatur schon bald knapp über 40 Grad hat und setzten sich nun oft auf ihm für kurze Zeit nieder. Manchmal sogar in kleinen Gruppen. Von hier beobachten sie fühlertrillernd die Umgebung und rannten dann in extremer Geschwindigkeit weiter, ihre Tätigkeiten verfolgend. Nicht ohne immer wieder zurückzukehren und sich den Hintern zu wärmen.
Offensichtlich lieben die Ameisen die Stelle nun und es scheint so, als ob ihnen diese Stimulation gefehlt haben könnte. Mal abwarten, ob dieser Versuch einen Erfolg bringt. Der Heizstein jedenfalls bleibt nun und ist über die Zeitschaltuhr parallel zur Lichtquelle geschalten.

Jetzt einige Bilder aus dem Nest, vom Nesteingang und von Arbeiterinnen auf dem Heizstein.

Bild Bild Bild
Bild Bild Bild

...naja, die "Aussenaufnahmen" sind etwas unscharf und farbstichig, aber ihr wisst ja, was gemeint ist.. :ok:

Bild Bild Bild

LG, Frank.
Benutzeravatar
Frank Mattheis
 
Beiträge: 3258
Registriert: Mi 13. Jan 2010, 16:14
Wohnort: Rheinl. Pfalz
Danke gegeben: 1651
Danke bekommen: 2346 mal in 521 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Cataglyphis

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste