*Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Re: Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltungsb

Beitragvon Imago » So 31. Jan 2010, 16:01

31. Januar
69. Tag


Leider gibt es schlechte Nachrichten.

Die Messor cf. semirufus zog derweil zügig sechs Imagines groß, wobei schon ein leichter Größenunterschied zu erkennen war. Brut war reichlich vorhanden.

20-30 Eier
3-5 Larven
7 Puppen, einige teils deutlich größer als die bisherigen Arbeiterinnen

Die Messor cf. wasmanni hatte nach dem Puppenfraß (was wohl an einer zu hohen Luftfeuchtigkeit im Reagenzglas lag, wie sich im Nachhinein herausstelle) erfreulicherweise wieder 2 Nachktpuppen herangezogen.

Als ich am 29. Januar von der Arbeit kam und in das Nest der semirufus schaute, traute ich meinen Augen nicht. Nur noch drei Arbeiterinnen waren zu sehen. die Brut war gänzlich verschwunden, nur noch ein Eierpaket klebte an der Scheibe. Ich dachte erst an einen Umzug aber wo hin? Dann schaute ich auf das Thermometer was knapp 29°C. anzeigte. Draußen waren es 10°C wärmer als die vorherigen Tage. Dies beeinflusste natürlich stark das Raumklima. Das Reagenzglas stand unter Wasser. Das Wasser im Wassertank hatte sich ausgedehnt und ist in das Nest eingedrungen. Ich erkannte drei tote Pygmäen, sowie verstreute Brut in allen Stadien, bis auf die Eier.

Warum diese nicht anständig in Sicherheit gebracht wurde, ist mir ein Rätsel.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass die Brut es nicht überlebt hat. Sie wurde gefressen. Die Gyne plus die drei Arbeiterinnen waren den ganzen Tag damit beschäftigt, sich die Filetstücke der Toten ein zu verleiben.

Ein großer Verlust!

Aktueller Koloniestand:

3 Pygmäen
Ein Eierpaket

Der Messor cf. wasmanni Gyne ereilte zudem das gleiche Schicksal, die Puppen und Larven wurden gefressen, auch bei ihr ist aktuell nur ein Eierpaket vorhanden.

Ich öffnete also das Reagenzglas und legte ein frisch präpariertes Reagenzglas, welches ich mit Sand auffüllte und befeuchtete daneben und habe ihr Nahrung in jeglicher Form angeboten. Die Dame fängt ja nun schon zum dritten Mal an.

Ich stellte daraufhin die Zeitschaltuhren erneut ein.

Ein tragischer Unfall, den ich sehr bedauere.

Link zur Diskussion
Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Re: Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Di 16. Mär 2010, 20:11

16. März 2010
113. Tag


Es hat sich einiges getan. Jedoch nur bei der Messor cf. semirufus Kolonie. Die Messor cf. wasmanni fordert mich ganz schön. Das Problem, dass sie ihre Eier immer auf ein kleines Stückchen Wattefaser gelegt hat, hatte sich nicht geändert. Immer wieder verstarb die Brut in den Fasern. Es hatte kein Zweck. Drei mal wurden Eier gelegt, drei mal wurden larven, gar Puppen daraus und drei mal sind sie vor dem Schlupf verstorben oder konnten wegen den Wattefasern nicht schlüpfen. Vor ein paar Tagen gab es dann seitens meiner den Radikaleingriff bewaffnet mit einer Pinzette. Ich habe unter mächtiger Wehr der Gyne und großer Aufregung das Eierpaket, eingebettet in einer kleinen dünnen Watefaser, geklaut und die Watte entfernt vorsichtig entfernt, die Eier waren regelrecht veflochten in den Fasern. Dies ging nicht ohne Verluste. ca. 30 Prozent der Eier gingen dabei verloren. Ob sie nun endlich erfolgreich gründet?

Ich hoffe es sehr!

Die Messor cf. semirufus Kolonie hingegen hat sich von dem Rückschlag (siehe letzten Beitrag) prächtig erholt. Vor 44 Tagen (letzter Beitrag) waren es drei Arbeiterinnen und ein Eierpaket. Jetzt sind es zehn Arbeiterinnen. Es wären sogar 11, leider blieb eine am Zuckerwasser kleben (zum ersten mal, hab das sonst bei Ameisen noch nie erlebt). Ich habe die Temperaturen seit drei Wochen etwas runtergedreht, das Volk entwicklet sich bei über 25°C rasant. Dem musste ich etwas entgegenwirken. Ich halte sie nun bei unter 25°C., meist zwischen 23 und 24°C.

Es ist auch die erste Mediapuppe da. Sie sollte in den nächsten 3 Tagen schlüpfen (auf den Fotos leider nicht zu sehen) und ist bedeutend kräftiger und größer als die anderen Puppen. Der große Kopf fällt sofort auf.

Ich habe zum ersten Mal Bilder der Kolonie gemacht, begeleitend zu dem Bericht sind sie hier zu finden:

Messor cf. semirufus und wassmani -Haltungsbericht- Bilder

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Re: Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Di 13. Apr 2010, 09:45

13. April 2010
141. Tag


Es gibt wieder einiges zu berichten. Die Messor cf. wasmanni Gyne hat weiterhin keine Nachkommen hervorgebracht. Sie hütet ein relativ großes Eierpaket von schätzungsweise 20 Eiern. Ich füttere sie immer wieder zwischendurch mit Proteinen wie mit Kohlenhydrate. Ich hoffe das aus diesen Eiern endlich larven, Puppen und Pygmäen werden. Writer hat sich bei dieser Gyne leider nichts getan, ich halte sie weiterhin bei ca. 25°C. Ich wünscht ich hätte Fortschritte berichten können.

Ganz im Gegenteil zu der Messor cf. semirufus. Diese Art macht mir gar keine Probleme, Schwierigkeiten oder sonst was. Sie entwicklen sich gut, die Kolonie macht einen guten Eindruck. Der letzte Bericht ist jetzt knapp einen Monat her und die Anzahl der Arbeiterinnen hat sich mehr als verdoppelt. Es sind jetzt über 20 Arbeiterinnen da. Darunter eine Mediaarbeiterinnen, eine etwas größere Puppe ist auch wieder zu sehen. Mittlerweile werden auch nicht nur sporadisch Körner eingetragen und gelagert. Die Kolonie macht richtig Spaß und freue mich auf weiteres Wachstum!

Letzte Woche ist die Kolonie in meiner Abwesenheit umgezogen. Seit einigen Wochen hatte ich bereits ein zweites Reagenzglas angeboten, da bei dem ersten der Wassertank zu neige ging. Als es soweit war, zogen sie um, völlig ohne Probleme.
Es handelt sich wirklich eine interessante Ameisenart, gespannt bin ich auf weitere größere Arbeiterinnen.

Messor cf. semirufus und wassmani -Haltungsbericht- Bilder

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Re: Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Di 17. Aug 2010, 10:09

17. August 2010
265. Tag

So, jetzt mal ein ordentliches Update in dem es grundliegend nur Gutes zu berichten gibt, sofern es Rückschläge auf Grund von Problemen gab, wurden sie aus der Welt geschaft.

Die Messor cf. semirufus bewegt sich aktuell bei ca. 60-70 Arbeiterinnen. Ich hatte einige Monate mit Staubläuse zu kämpfen, diese wirtschafteten die Kolonie soweit runter, bis keine/ kaum noch Brut vorhanden war. Die Satubläuse vernichteten so effektiv die Nahrung der Ameisen, dass für die Kolonie nur noch das Nötigste übrigblieb. Die Kolonie stagniert jetzt seit 2-3 Monaten. Es einige Zeit gedauert bis ich gemerkt habe, welch gravierenden Einfluss die Tiere auf die Kolonie haben. Sie haben nie direkt Arbeiterinnen oder Brut eingeschränkt oder ähnliches.

Sie lebten in Hundertschaften im Nest und ernährten sich von Körnerresten. Im Becken müssten es Tausende gewesen sein, die auch unterhalb der Oberfläche leben.

Ich habe die Ameisen in eine Plastikbox umgesiedelt samt Nest, das Nest trockengelegt und zwei Reagenzgläser angeboten welche leicht erwärmt wurden. Als der Umzug vollzogen war, nahm ich das Nest raus und überbrühte dieses.

Als nächstes kommt das Becken und die Einrichtung dran, es wird alles sorgfälltig überbrüht und gereinigt und neu eingerichtet, so lange bleiben die Ameisen noch in der Plastikbox. Es ist auch wieder Brut vorhanden.

Mir ist aufgefallen das Zuckerwasser und Proteine für die Damen relativ uninteressant ist. Die Körner bilden bei meiner Kolonie absolut die Hauptnahrungsquelle zu 80%. Die Kolonie verhält sich sehr scheu. Es sind immer ca. 5 Ameisen am furagieren.

Wundert tut mich allerdings, dass keine Körner eingetragen werden, was sie sonst den ganzen Tag machen würden, wenn immer Körner parat liegen.

Die Messor cf. wasmanni Gyne hat mir lange Kummer bereitet. Die Gründung misslang immer, es gab Probleme mit in Watte eingekrusselte Brut, die zügig in der Watte verstarb, immer und immer wieder. Im letzten beitrag berichtete ich von dem Radikaleingrff welcher zu 100% sein Ziel erfüllte. Die Gyne gründetet ganz normal und in der ersten Juniwoche begrüßte mich dei erste Pygmäe!

Man bedenke das ich die Gyne von Frank mitte November letzten Jahres bekam!

Also die erste Pygmäe schlüpfte in der ersten Juniwoche. Aktuell sind es schon über hundert Arbeiterinnen. Das Volkswachstum ist enorm, fast schon beängstigend. Es ist außerdem ein großer haufen Brut vorhanden. Als ob die Kolonie verlorene zeit aufholen möchte. Vor einigen Tagen machte ich jedoch einen komischen Fund.

Eine Arbeiterin schwamm tot im Reagenzglaswassertank.

Ergo muss sie sich druch die Watte gearbeitet haben. Man sieht auch, dass die Damen versuchen richtung Wassertank zu gelngen um das Nestvolumen zu vergrößern. Ich habe schnell ein weiteres Reagenzglas angeboten. Einige Arbeiterinnen halten sich nun darin auf.

Ich habe ein bereits vorgefertigtes Ytongnest, sowie ein komplettes Becken mit Erweiterungsbohrungen und Deckel. Es muss nur noch eingerichtet werden. Die Kolonie ist nun groß genug um in das Becken einzuziehen. Die nächsten tage wird das in Angriff genommen.

Fotos konnte ich leider keine machen, die Reagenzgläser sind zu stark verdreckt. Messor sind echt keine Hausfrauen!

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Re: Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Do 21. Okt 2010, 14:27

21. Oktober 2010
330. Tag

Die Messor cf. semirufus haben das Kapitel "Staubläuse" vollends abgeschlossen. Sie haben nach dem Umsiedeln wieder angefangen Brut zu produzieren und sind wieder in den normalen Rhythmus übergegenagen. Somit hat sich die Individuenzahl innerhalb von 65 Tagen verdoppelt. Es dürften jetzt gut 100 Arbeiterinnen sein. Das Wachstum ist zügig, aber auch nicht übermäßig gewaltig. Apropos gewaltig, mir fehlen die großen Majorarbeiterinnen. Ich habe noch keine einzige davon, oder die Arbeiterinnen, die ich für Mediaarbeiterinnen halte, sind schon die Majore?!

Das kann ich mir aber nicht vorstellen, denn die Messor cf. wasmanni Kolonie trumpft mit waren Giganten auf. Die fast die Größe der Königin errreichen. Schöne gewaltige Köpfe und die Majore aggieren wunderbar als Futterspeicher, die Gaster sind immer prall gefüllt.

Ganz tolle Tiere!

Messor cf. wasmanni ist eigentlich die etwas kleinere Art, aber wenn die semirufus so weiter machen, dann müssen wir den Spieß wohl umdrehen.

Mir ist auch aufgefallen das Proteine von beiden Arten auch nur mäßig angenommen werden. Ich habe bisher nur Mehlwürmer und Zophobas angeboten. Evtl. sollte ich mal etwas anderes anbieten, vielleicht bringt das die erhofften Majore zum Vorschein.

Die Messor cf. wasmanni nehmen die Proteine ein wenig besser an, und bilden dem entsprechend tolle Majore aus. Jedoch lässt die Außenktivität zu wünschen übrig. Körner werden immer eingetragen, aber dadurch das Zuckerwasser auch nur rar angeommen wird, sind nur selten Arbeiterinnen im Becken unterwegs.

Körner sind im Nest, und Körner sind ihre Hauptnahrungsquelle ganz eindeutig ohne Zweifel.

Es dürften ca. 200 Arbeiterinnen sein.

Zu dem Wachstum lässt sich noch einmal sagen, dass die Messor cf. wasmanni Gyne vor 4 1/2 Monaten also Anfang Juni, ihr erste Pygmäe hervorbrachte.

Bilder folgen übrigens beim nächsten Update, wenn ich umgezogen bin, dann wird die Entwicklung beider Arten bildlich dokumentiert.

Jetzt habe ich aber noch einmal ein paar Fragen zu der Entwicklung:

Hat einer von euch schon Majore bei Messor cf. semirufus/orietnalis etc.

Wenn ja, ab welcher Individuenzahl wurden diese herangezogen und was wurde an Proteinen verfüttert?

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Re: *Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Mo 9. Mai 2011, 19:43

09. Mai 2011
530. Tag

Nach 200 Tagen ein Update.

Ich möchte über die Messor cf. wasmanni Kolonie berichten.

Der Kolonie geht es gut. Ich habe sie ca. 3 Monate komplett auf Sparflamme gehalten. Aus privaten Gründen konnte ich der Kolonie leider nicht die gewohnte Aufmerksamkeit schenken. Dennoch wurde Brut aufgezogen aber nur sehr wenig und diese entwickelt(e) sich auch dementsprechend langsam. Seit einer Woche füttere ich fast täglich Proteine, welche immer noch dankend angenommen werden. Ich habe langsam angefangen immer mehr zu füttern, die Kolonie dankt es mir mit reichlich Brut. Ich habe außerdem verzichtet das Nest zu beheizen. Alles kein Problem, die Ameisen scheinen nicht darauf angewiesen zu sein. Die Tiere bewegen sich auch nicht sonderlich langsamer als mit Wärmequelle. Das Volk entwickelt sich gut. Ab und zu giese ich ein wenig Wasser auf eine Stelle des Beckens, da fangen sie dann an zu graben. Ich lasse diese Stelle aber immer wieder komplett für eine längere Zeit austrocknen. Somit verhindere ich einen Umzug. Die Kolonie ist agil. Jetzt wo es ein paar mehr Arbeiterinnen sind, ist auch mehr Außenaktivität vorhanden, die Temperaturen sind gestiegen und in der Arena liegt ja auch meißt Nahrung die abtransportiert werden kann.

Die Kolonie ist wirklich sehr pflegeleicht und stellt nicht mehr Ansprüche als eine heimische Art.

Die Art ist zu dem sehr reinlich. Das Nest ist zwar an den Scheiben etwas undurchsichtig und auch zum Teil verrschmiert was nicht ausbleibt aber das Nest an sich ist sauber obwohl es nun schon länger in Gebrauch ist.

Die Kolonie besteht...ich kann es kaum schätzen..vielleicht aus ca. 300 Arbeiterinnen.

Brut ist reichlich vorhanden, so ca. 200 Bruteinheiten und es kommen wohl täglich noch Eier hinzu. Die Gyne legt jetzt ohne Ende, es scheint als wäre die Kolonie aber noch nicht an Proteinen gesättigt und scheint auch viel an die Brut weiterzugeben. Ich kann täglich 2 Zoophobas verfüttern, außerdem gibts Fliegen die sich in meine Wohnung verirren.

Das ist der erste Schub der jetzt nach den ganzen Proteinen kommt. Larven sind nicht all zu viele vorhanden, Puppen gar nicht, da ich nur wenig Proteine verfüttert hatte, gabs erst mal Brutzuwachs- und wachstumsstop.

Ich schaue jetzt mal ob sich meine jetzigen Ergebnisse mit dem vorherigen decken was die Brutentwicklung angeht.

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

folgende User möchten sich bei Imago bedanken:
Holger Barnack, Jacky, Mathias Zille, riverjack

Re: *Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Do 23. Jun 2011, 19:46

23. Juni 2011
575. Tag

Erst mal möchte ich über die Messor cf.semirufus berichten.

Auch diese Kolonie hielt ich einige Zeit auf Sparflamme. Das Resultat war der komplette Verlust der Brut. Die Kolonie rappel ich gerade wieder auf. Es ist ein Eierpaket von ca. 50 Eiern vorhanden. Ich fange langsam an, wie bei den Messor. cf. wasmanni und verfüttere dann bei Bedarf immer mehr Proteine. Die Kolonie wird sich in einem Monat erholt haben und viel Brut aufziehen. Diese Kolonie hat erst einen richtigen Major bei ca. 70-100 Arbeiterinnen.

Die Messor cf. wasmanni vermehren sich jetzt zügig, es ist viel Brut vorhanden in allen Stadien. Die Außenaktivität ist jetzt ansehlich. Im Becken ist immer was los. Ab jetzt erklimmen die ersten Minorarbeiterinnen auch die Scheiben. Es sind einige Majore vorhanden die toll zu beobachten sind. Die Messor haben Kraft. Das stellen sie auch immer wieder unter Beweis. Die Majore transportieren im Vergleich zu der Körpergröße große Kiesel.

Ich habe immer ein Reagenzglas mit Watte und Wasser im Becken liegen als Wasserquelle. Ca. einmal im Monat haben sie sich dann durch die Watte gearbeitet. Nach dem das Wasser ausgelaufen ist und das Reagenzglas abgetrocknet ist, bringen sie dann einen Teil der Brut rüber. Brut in allen Stadien wird dann dort unter Obacht einiger Arbeiterinnen gelagert, bis die Watte die noch im Reagenzglas ist ausgtrockent ist. Dann gehts wieder zurück ins Nest.

Brut ist unzählbar, aber es sind mehrere hundert Bruteinheiten vorhanden.

Ergo ist ihnen das Nest zu trocken. Befeuchte ich das allerdings mehr oder öfter, lagern sie die Körner nicht mehr im Nest, sondern im Verbindungsrohr zum Becken. Auch das Nutze ich, um die Ameisen in Aktion zu halten.

Beide Messor Arten kann man getrost einen Monat mit Körnerversorgung und Wasser ohne Brutverlust alleine lassen. Jedoch sollte die Kolonie über 50 Arbeiterinnen haben. Ich weiß nicht wie es sich mit weniger Arbeiterinnen verhält. Also auch in dieser Hinsicht eine einfach zu haltende Art, gerade was Urlaube etc. angeht.

Ich habe vier neue Bilder bereitsgestellt.

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

folgende User möchten sich bei Imago bedanken:
Holger Barnack, Jacky

Re: *Messor cf. semirufus und Messor cf. wasmanni - Haltung.

Beitragvon Imago » Sa 4. Feb 2012, 14:22

04. Februar 2012
801. Tag

Nach langer Zeit möchte ich diesen Bericht einmal updaten.

Die Messor cf. semirufus habe ich an toKtoK abgegeben.
Somit bleibt noch die Messor cf. wasmanni Kolonie über die ich zukünftig wieder vermehrt und genauer berichten möchte.

Ich schätze die Kolonie auf ca. 100-200 Arbeiterinnen. Viel Brut ist nicht vorhanden, einige Eier und Larven. Mir geht es jetzt darum die Kolonie wieder in Schwung zu bringen, sie liefen ja nun nach Abschluss der Gründung auf Sparflamme und viel konnte ich der Kolonie bis jetzt noch nicht an Beobachtung und Wissen abverlangen, obwohl ich sie jetzt nun schon länger halte.

Dieses soll sich nun zukünftig ändern.

Ich habe mal einige Bilder der Kolonie und des neuen Formicariums gemacht in dem sie jetzt aktuell leben, dieses gibt vorerst mal Aufschluss, um sich ein Bild der aktuellen Haltung zu machen.

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.
Benutzeravatar
Imago
 
Beiträge: 930
Bilder: 0
Registriert: Fr 15. Jan 2010, 19:35
Wohnort: Göttingen
Danke gegeben: 565
Danke bekommen: 827 mal in 220 Posts

Vorherige

Zurück zu Messor

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste